Topographie von Garrey

Garrey ist ein typisches Angerdorf. Zu beiden Seiten der Straße sind die Häuser angeordnet. In der Dorfmitte gabelt sich die Straße und schließt den Dorfanger ein, der mit der ehemaligen Schule, Kirche und Friedhof und der ehemaligen Dorfschmiede bebaut ist. Hier befindet sich auch das Kriegerdenkmal für die Opfer des 1. Weltkriegs. Die Gehöfte sind Drei- und Vierseitenhöfe. Zixdorf ist ein untypisches Angerdorf, eher ein Straßendorf. Die meist zweigeschossigen Häuser sind an beiden Straßenseiten angeordnet. Am nördlichen Dorfende befindet sich die Kirche mit Friedhof und dem Kriegerdenkmal. Westlich ist noch die ehemalige Schweineanlage der LPG zu erkennen. Am südlichen Ortsausgang befindet sich eine Milchviehanlage.


Zu der Gemeinde Garrey gehört der 2 km entfernte Dorffleck Wüstemark, und der 1,2 km entfernt liegende Ortsteil Zixdorf, ( 1957 eingemeindet ). Garrey - Zixdorf liegt im südlichen Teil des Landkreises Potsdam - Mittelmark, der sich im Südwesten des Landes Brandenburg befindet und im Süden an das Land Sachsen - Anhalt grenzt. Die Gemarkung umfaßt 1.453,83 ha und gehört zum Amt Niemegk, von dem es ca. 7 km entfernt ist. Der Höhenunterschied zu Niemegk - Garrey beträgt 65 m. Garrey - Zixdorf liegt unweit der Autobahn BAB 9 ( Berlin - Nürnberg ) und ist über die Abfahrt Niemegk in wenigen Minuten durch die B 102 zu erreichen. Von hier aus beträgt die Entfernung über die Autobahn bis zur Landeshauptstadt Potsdam ca. 50 km, bis Berlin ca. 75 km. In Richtung Süden ist über Klein Marzehns der Anschlußstelle zur BAB 9 gegeben, ca. 8 km entfernt . Unsere Gemeinde wird von folgenden Gemeinden umgrenzt: im Westen durch die Gemeinde Klein Marzehns, im Norden durch Rädigke, im Nordosten durch den Ortsteil von Niemegk - Hohenwerbig, im Osten durch die Gemeinde Lobbese, im Süden durch die Gemeinde Boßdorf, im Land Sachsen - Anhalt.


Garrey ist landschaftlich sehr idyllisch gelegen. Am südlichen Ortseingang erreicht der Ort eine Höhe von 153 m. Damit liegt unser Heimatort auf der gleichen Höhenlage wie der „Steile Hagen“, auf dem der Rabenstein steht.
Durch den „Garreyer Kissel“, ein weiträumiges Trockental, das in sich die „Garreyer Rummeln“ birgt, erreicht man Garrey von der Richtung Klein Marzehns - Neundorf her. Die landwirtschaftlich genutzten Hänge dieses Tales, mit Mittelgebirgscharakter, ziehen sich bis zu einer bewaldeten Anhöhe hin. In diesem Tal befindet sich eine sogenannte Wasserschneide zwischen Elbe und Havel. Es ist auch heute noch Notausgang für übermäßige Wassermassen, die z.B. bei wolkenbruchartigen Gewittergüssen entstehen. Der Ackerboden ist in diesem Bereich sehr fruchtbar, er gehört zur Delikatesabteilung der Natur und gehört eigentlich gar nicht in den Fläming. Der Wind der Nacheiszeit importierte ihn aus den Moränengebieten Norddeutschlands. Lößähnliche Feinsande haben sich hier am Nordrand des Flämings abgesetzt. Der Boden hat keinen übermäßigen Reichtum an Pflanzennährstoffen. Aber er besitzt eine außerordentlich gute Wasserhaltefähigkeit, die die Kulturpflanzen auch extrem trockene Sommer schadlos überstehen läßt. Diese Staubsande schlucken die Niederschläge auf und vermögen sie über langen Zeitraum allmählich an die Pflanzen abzugeben. ( nach einem Artikel vom 9.07.1993 in „Märkische Allgemeine“, von Joachim Reso )
Dieser Boden erlaubt den Anbau von Weizen und Zuckerrüben.
Die Hügellandschaft ist meist mit Kiefern und Birken bewaldet.
Garrey ist vielleicht viel älter als urkundlich erwähnt. Es weißt alles darauf hin, daß die mittelalterlichen Dorfgründer sich meist fruchtbare Gebiete aussuchten, an denen sie auch sicher siedeln konnten. Garrey war ja dafür ideal, durch die Höhenlage konnte es nicht zu Überschwemmungen kommen. Dafür kam die Gefahr aus dem Tal. Die gelegentlichen Wildwasser der Rummeln zerriß die Äcker, schwemmte den Boden weg und brachte das Dorf fast in den Abgrund. Kurz vor dem Dorf hörten die Zerstörungen zum Glück auf. In zwei Nachbardörfer, Kardeleben und Welsigke, gaben die Bewohner wegen ähnlicher Wasserverwüstungen im 14. Jh. wieder auf. Welsigke heißt heute Wüstemark und wurde durch einige Bewohner aus Garrey und Klein Marzehns besiedelt, die auch den Acker bestellten.
Die Feldstücke von Kardeleben fielen an die bodenständigen Zixdorfer.
Garrey mit seinen Ortsteilen Zixdorf und Wüstemark war schon immer ein Bauerndorf.