Das 16. Jahrhundert

Visitation 1530
Durch Dr. Martin Luther ( 1483-1546) hielt die Reformation schnell Einzug in Brandenburg. Es wurde 1530 ein Visitationsauschuß, dem auch er angehörte, gebildet. Durch diesen Ausschuß wurde besonders die Lehre der Pfarrer, deren Leben und Einkünfte untersucht Es wurde den Pfarrern befohlen an Sonn- und Feiertagen Gottesdienst abzuhalten. Einkommen der Pfarrer waren Opfergeld, Hufe Land, Fruchtzehnt, Fleischzehnt der Hüfner und Kossäthen.

Die Hüfner und Kossäthen mußten damals ihre Zehnten, (Naturalgaben - des 10. Teiles des Rohertrages der Ernte; wurde 1859 für Garrey und Welsigke an die Schule und Kirche zu Garrey aufgehoben, Quelle: Rep. 2 A Nr. 837), an das Amt Rabenstein und die Pfarre Rädigke leisten. So erhielt z.B. der Küster 1575 16 Scheffel Korn und 28 Brote. 1530 hatte der Pfarrer 1 Huf zu Garrey, erhielt 6 Scheffel Hafer und 6 Scheffel Roggen, der Küster bekam 16 Scheffel Roggen und 8 Brote. Diese Abgaben mußten zu bestimmten Tagen geleistet werden.
Aufzeichnungen aus dem Erbbuch von 1591 (Rep. 7 Amt Belzig- Rabenstein Nr. 46)

 

Hier wurde schon festgelegt, daß das Richteramt - freies Erbgericht - des Lehnhofes in männlicher Linie vererbbar ist, und zwar immer dem ältesten Sohn.
In Garrey war damals Andreas Schubotz Lehnschulze, (heute eventuell Gehöft Wieland). Er hatte Land, Haus, Hof und Dorfhufen. Martin Thiele ( heute eventuell Gehöft Friedrich ), hat Haus, Hof und 3 Erbhufen.
Ferner war noch zu entziffern, daß der Kirchen-, Hand- und Fortfahrdienst festgelegt wurde. Zixdorf gehörte zur Kirchenfilial Hohenwerbig und Garrey zu Rädigke