Einige Veränderungen im Dorf nach der Wende

Garrey macht sich schön

Die Gastronomie im Ort

Eiscafe Lehmann

Metallbau Wieland

Windanlage

 

Garrey macht sich schön

Unser kleines ruhiges Dörfchen mausert sich. Ab 1992 tut sich so allerlei. In Garrey und Zixdorf werden Spielplätze neu angelegt bzw. umgestaltet. Die Kinder haben nun die Möglichkeit nach Herzenslust zu schaukeln, zu klettern, zu hangeln sich an einem Reck zu vergnügen oder einfach nur unter den überdachten Sitzplätzen eine Ruhepause einzulegen. Solche überdachten Plätze, die von den ABM-Kräften (Arbeitsbeschaffungs Maßnahmen, nach der Wende wurden sehr viele Bürger unserer Dörfer, die in der Landwirtschaft arbeiteten arbeitslos. Diese fanden durch diese Maßnahme wieder eine Aufgabe.) gebaut wurden, gibt es auch in den Rummeln. Müde Wanderer können sich an zwei unterhalb der Schollensteine aufgestellten Bänken erholen und die dortige Stille und Schönheit der Natur genießen. An der Südseite des Dorfangers entstand eine Rundbank mit Tisch. Unter den Dorflinden ist es ein schattiges Ruheplätzchen.
Ein Ärgernis für die Dorfbewohner war seit eh und je die Bushaltestelle. Oft diente sie als Fußballtor und Müllablage für die Jugendlichen und sah immer schmuddelig und ungepflegt aus. Zur Freude der Einwohner und Gäste, die mit Ratschlägen und Hinweisen nicht sparten, wurde die Haltestelle farbig gestaltet. Unter Leitung der Kunsterzieherin Lydia Eiserbeck entstand ein heimatbezogenes Wandbild

Die Schüler Katja Kahl, David Geßner, Stefanie Lehmann, Sven Rettig, Mirko Bergholz und Nicole Weinert zeigten ihr musisches Können und waren wöchentlich einmal aktiv bei der Arbeit. Alle hoffen nun, daß diese mühevolle Arbeit gewürdigt wird und recht lange erhalten bleibt.
 

Die Gastronomie im Ort

Seit Pfingsten 1993 haben wir in unserer Gemeinde, nachdem die Familie Fenske und danach Gert Nikelski die Gaststätte aufgaben, wieder einen neuen Gastwirt. Die Familie Ammerschuber aus Boßdorf. Jetzt werden auch wieder Veranstaltungen für die Bevölkerung durchgeführt und es finden Skatabende und auch wieder Rentnertreffs statt. Ammerschubers gestalten den Saal, besorgen für die jeweiligen Veranstaltungen die Musik und sind auch bei Gemeindefeiern, wie Osterfeuer, Maibaum - aufstellen, präsent. Ebenso gibt es ein reichliches appetitliches preiswertes Essen. Dafür zeichnet Tochter Bärbel Andert, als gelernte Köchin, verantwortlich. Es werden kalte und warme Speisen gereicht, wie auch Kaffee und Kuchen. Es wird ein gepflegtes Bier gezapft. Doch leider hielt sich auch diese Gaststättenbesatzung nicht lange in Garrey. Für kurze Zeit wurde die Gaststätte dann noch einmal bis Mai 1999 geöffnet. Hoffentlich ist das nun nicht das Aus für die dörfliche gastronomische Betreuung ?
Es wäre auch schade, wenn das so mühevoll erst 1995 erneuerte und neu eingerichtete Kulturzentrum nicht mehr oder nur wenig genutzt wird. Dieses trägt bestimmt nicht zum Dörflichen Gemeinschaftsleben bei.
Wie in vielen Orten so wagten auch in Garrey einige Familien den Weg in die Selbständigkeit.

 

Eiscafé Lehmann

Joachim und Martina Lehmann wagten zum 16.7.1994 diesen Schritt. Eine „Pension und Eiscafe“, um in unserer schönen Fläminglandschaft, den Tourismus mit anzufachen, wurde geschaffen. Es fehlte doch oft an Übernachtungsmöglichkeiten.
Nach anstrengender Arbeit, mit viel Fleiß und Mühen war es endlich am 16. Juli 1994 soweit. Aus einem Stall entstand eine erlebenswerte Pension mit Einbett - Zimmern, Doppel - Zimmern und Dreibett - Zimmern, (weitere Aufbettungen sind möglich), alle sind mit Dusche/WC und TV-Gerät ausgestattet. sie sind modern, rustikal eingerichtet, eingearbeitete Deckenbalken unterstreichen dies. Gemütliche Polstergarnituren laden zum Ausruhen ein.. Ackergeräte früherer Zeit und landwirtschaftlichs und hauswirtschaftliche Geräte, wie z.B. Butterfaß, Rübenpresse, Windfege, Sense, Dreschflegel und vieles mehr sind in den Gasträumen und in der umgebauten Scheune mit Tanzboden, anzutreffen und geben dem Ganzen ein ländlich, rustikales Flair.

 

Metallbau Wieland

Dieses Schild leuchtet weit sichtbar neben dem Tor der Familie Wieland, am Dorfteich.
Handwerksmeister Lutz Wieland wagte nach der politischen Wende in Deutschland im November 1994 den Schritt in die Selbständigkeit. In mühevoller Arbeit entstand aus einem Teil des Hofes und der Ställe des Wielandschen Bauernhofes eine geräumige und modern bestückte Werkstatt.
Mit fachlicher Beratungen und exakter Planung und Ausführung werden die Kundenwünsche erfüllt. Produktion und Service bilden eine Einheit im Familienbetrieb, wo schon einige Mitarbeiter eine Beschäftigung fanden.
Stolz zeigt Lutz Wieland sein Meisterstück, „eine scheibengebremste Kutschwagenachse“, die an der Werkstattdecke ihren Ehrenplatz fand.

 

Windanlage

Nach der Wende ließ Hubert Weimann und Ehefrau Johanna geb. Kase, eine Windanlage an der Straße Zixdorf - Garrey, auf seinem Acker ca. 400 m vor dem Ort Garrey, aufstellen. Der Strom wird in das elektrische Netz eingespeist.